UHT Uetigen – Racoons Herzogenbuchsee

Ausgangslage

Sollten Sie zu den zahlreichen Lesern gehören, welche sich regelmässig mit den Matchberichten des UHT Uetigen befassen, kann ich sie an dieser Stelle beruhigen. Nein, Sie leiden unter keiner Amnesie. Aus sportlicher Sicht wurde der Ligaerhalt tatsächlich von beiden Herrenteams verpasst. Uetigen II verpasste diesen dabei mit dem Erreichen des 9. Platzes überaus deutlich. Gewisse Umstände, mögen es nun glückliche oder unglückliche sein, sicherten uns aber trotzdem den Ligaerhalt. Ob dies nun Fluch oder Segen ist, konnte auch teamintern noch nicht abschliessend beurteilt werden. Die Zukunft wird mit Sicherheit allen Beteiligten zu etwas mehr Weisheit in diesem Punkt verhelfen.

Die Vorbereitung

Gleichwohl versammelten wir uns eine gute Stunde vor Matchbeginn für unsere finalen Vorbereitungen. Ausser einem hypernervösen Coach, einige Spieler machten sich aus Sorge um ihn spontan mit dem Standort des Defibrillators vertraut, lief aber bis zur „Einschwörung“ in der Garderobe alles nach Plan. Motivationskünstler Dänu, vom Einsatz des Defibrillators zum Glück verschont aber mit immer noch leicht erhöhtem Puls, liess sich für diese Phase einmal mehr etwas Besonderes einfallen. In einem symbolischen Akt klebte jeder Spieler seine Rückennummer auf einen mitgebrachten Stier aus Glas, also auf das Wappentier des UHT. Leider lösten sich bei der Zeremonie wieder vereinzelte Nummern ab, dass sich dies aber als schlechtes Omen erweisen wird, war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst.

Das Spiel

Herzogenbuchsee schlug von Beginn an ein horrendes Tempo an und konnte uns damit überraschen. Überfordert von der angeschlagenen Kadenz, lagen wir bereits nach drei Minuten mit zwei Toren im Rückstand. Nach dieser turbulenten Startphase konnten wir uns zum Glück etwas stabilisieren und kamen in der 17 Minute nach einem Abpraller, provoziert durch Offensivverteidiger Haldemann, durch Schärer Daniel zum zwei zu eins Anschlusstreffer. Keine Zweifel offen darüber wer der Herr im Haus ist, stellte „Buchsi“ aber nur 30 Sekunden später wieder auf drei zu eins. Mit diesem Rückstand gingen wir in die erste Drittelspause.
Arm an Höhepunkten plätscherte das zweite Drittel etwas vor sich hin. Obwohl wir nun besser im Spiel waren, zappelte der Ball in der 32 Minute erneut hinter Goalie Weber, dem beim etwas glücklichen Abschluss die Sicht komplett verdeckt war, im Netz. Und Uetigen? Wir kämpften und ackerten, zählbares schaute aber nichts heraus. Die Sirene zur zweiten Pause kam deshalb gerade zum richtigen Zeitpunkt.
An der Spielanlage änderte sich auch im letzten Abschnitt nichts Wesentliches. Als die Waschbären in der 45 und 50 Minute jeweils ein weiteres Tor schossen und damit auf sechs zu eins davon zogen, kam dies einer kleinen Vorentscheidung nahe. Ausgestattet mit viel Moral und dem Kämpferherz eines Stieres, stellten wir uns aber noch einmal gegen die drohende Niederlage. Und tatsächlich, mit einer starken Einzelleistung erzielte Verstärkungsspieler Yaki in der 52 Minute das zwei zu sechs. Dem Guten noch zu wenig, war es wieder Yaki der mit einem genauen Querpass das drei zu sechs von Flückiger Simu mustergültig vorbereitete. Spätestens nach dem Schlusspfiff enttarnten sich dann aber die beiden letzten Treffer als Resultatkosmetik. Schlussresultat: UHT Uetigen 3, Racoons Herzogenbuchsee 6.
Fazit
In Tempo und Technik war uns „Buchsi“ weit überlegen. Sie liessen während dem gesamten Spiel nie einen Zweifel über den Sieger aufkommen. Trotzdem können wir dem Spiel auch einiges positives abgewinnen. Besonders zu erwähnen ist dabei sicher die grosse Moral und der hohe Einsatz bis zum Schlusspfiff. Mit der Gewissheit, dass uns in naher Zukunft das Verbesserungspotenzial im Training nicht so schnell abhandenkommen wird, blicken wir optimistisch auf die nächste Runde.

UHC Racoons Herzogenbuchsee – UHT Uetigen 6:3 (3:1, 1:0, 2:2)
Sporthalle Mittelholz. - 100 Zuschauer. - SR Freudiger/ Heitmann.

Tore:

01.10. Racoons 1:0. 02.35 Racoons 2:0. 17.17 Schärer (Haldemann) 2:1 17.45. Racoons 3:1. 31.30 Racoons 4:1. 45.27 Racoons 5:1. 50.10 Racoons 6:1. 52.45 Jakob 6:2. 58.45. Flückiger (Jakob) 6:3

Strafen:

Uetigen: Weber, Jordi; Wullschleger, Steiner I., Burkhalter, Mosimann, Anderegg, Haldemann, Schär; Reinhard (C), Arm, Schärer; Flückiger, Niederhauser, Steiner D., Haslebacher, Stalder F., Marti, Lüthi, Jakob.
Bemerkungen: Uetigen ohne Hofer, Stalder M., Rindisbacher (alle Abwesend) und Gerber (Verletzt)